Lesemonate

[Lesemonat] Februar 2018

Hallo ihr Lieben!

Ja, ihr habt richtig gesehen. Es ist Ende April und ich veröffentliche meinen Lesemonat Februar. Als ich meinen Blog angefangen habe, habe ich mir nicht besonders viel Zeit genommen, ihn regelmäßig zu füttern. Da sich das nun aber ändern soll und ich das Format des Lesemonats gerne beibehalten möchte, dachte ich mir, hole ich die verpassten Monate direkt mit auf, bevor ich euch den aktuellen Monat vorstelle.

Im Februar habe ich fünf Bücher beendet, was für mich relativ viel ist. Das lag aber auch zu einem Großteil daran, dass ich in dem Monat ausschließlich Hörbücher verschlungen habe. Das ist mir erst jetzt im Nachhinein richtig bewusst geworden. Seitentechnisch wären das dann 1.804 gehörte Seiten. Wow!

Begonnen hat der Monat mit „Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara. Hierbei geht es kurz gesagt um die Freundschaft zwischen vier Männern, die wir über einige Jahrzehnte begleiten. Meine Beziehung zu diesem Buch ist mittlerweile etwas schwierig. Ich habe ihm fünf Sterne gegeben, weil mich diese Geschichte um Jude und seine Freunde emotional sehr mitgenommen hat. Nachdem ich mich jedoch emotional wieder erholt hatte, fiel mir auf, wie überzogen ich den Inhalt stellenweise dann doch fand. Nichtsdestotrotz habe ich die Charaktere geliebt, mit ihnen gelitten und fand es interessant, jeden einzelnen zu verfolgen. Den Hype um dieses Buch kann ich definitiv nachvollziehen und ich kann nach wie vor eine eindeutige Empfehlung aussprechen!


img_20180425_183803.jpgWeiter ging es mit „Jetzt, Baby – Neue Poetry-Slam-Texte“ von Julia Engelmann. Dieses dritte Buch ihrer Texte habe ich mir von der Autorin selbst als Hörbuch vorlesen lassen, was ich nur jedem empfehlen kann. Die Texte als Hörbuch vorgelesen zu bekommen ist jedoch noch einmal etwas ganz anderes, als einen Text live bei einem Poetry Slam vorgetragen zu bekommen. Ich hatte das Glück, Julia Engelmann auch schon einmal live erleben zu dürfen, wo die Texte noch einmal viel besser zur Geltung kommen. Die Sammlung in „Jetzt, Baby“ hat mir, genau wie ihre ersten beiden Bände, wieder sehr gut gefallen. Wie immer konnten mich manche Texte mehr erreichen und manche weniger, aber ich halte alle für gut geschrieben und gut vorgetragen. Dazu gibt es in der Printversion auch immer niedliche kleine Zeichnungen von der Autorin selbst.


IMG_20180425_183423Regelmäßig versuche ich auch immer wieder den einen oder anderen Klassiker einzubauen, weil mich Geschichten, die in einer ganz anderen Zeit entstanden sind, immer mehr faszinieren. So habe ich im Februar „Schachnovelle“ von Stefan Zweig gelesen und war restlos begeistert! „Schachnovelle“ ist – wie der Name schon sagt – eine Novelle, die zwischen 1938 und 1941 verfasst wurde. Das Schachspiel spielt hier zwar eine zentrale Rolle, aber die Ausführungen des Protagonisten Dr. B. sind das, was mich mitgerissen und überzeugt hat. Wer einen kleinen Schnipsel aus der Grausamkeit der NS-Zeit lesen möchte und sich auch noch für Psychologie interessiert, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.


IMG_20180425_182707Mein absoluter Monatsflop – und ich traue mich kaum es öffentlich zu schreiben – ist „Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen“ von Sarah J. Maas. Ich hatte mich unglaublich auf diese gehypte Neuerzählung von „Die Schöne und das Biest“ gefreut und wurde maßlos enttäuscht. Mir waren die Charaktere allesamt unsympathisch, ihre Handlungen waren für mich wenig nachvollziehbar und besonders die Liebe war für mich völlig aus der Luft gegriffen. Viele sagen zwar, dass der zweite Band wesentlich besser ist, aber ich habe dennoch nicht das Bedürfnis, weiterzulesen. Zudem wird man durch den Hype auf Instagram schon sehr gespoilert, wenn man sich all die Fanartikel und zitierten Zeilen ansieht, um die man leider nicht herumkommt.


IMG_20180425_182242Zuletzt habe ich „Die Vegetarierin“ von Han Kang gelesen. Hier geht es um die Protagonistin Yeong-Hye, die – etwas anders, als der Titel erschließen lässt – von einem auf den anderen Tag beschließt, Veganerin zu werden. Dieses Buch hat mich ziemlich verwirrt zurückgelassen und inhaltlich kann ich heute auch kaum noch wiedergeben, was überhaupt in der Geschichte passiert. Dennoch war es durchaus interessant, die Entwicklung der Protagonistin mitzuerleben, da es um weit mehr als das Vegansein geht. Insgesamt befindet sich dieses kleine Büchlein für ich im guten Mittelfeld.


Das soll’s dann auch gewesen sein! Ich werde gleich noch nachträglich den Lesemonat März verfassen, morgen veröffentlichen und dann ist der Blog wieder auf dem aktuellen Stand der Dinge und ich habe ein besseres Gefühl.

Bis dann!

Denise

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